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A man in a wheelchair, wearing glasses and a red sports jacket, smiles while holding a trophy, medals, and a certificate in a gymnasium.

Michael Kiefler

Wir heißen einen mehrfachen Staatsmeister und Nationalspieler im #teamströck willkommen!

Ob im Para-Boccia oder im E-Rollstuhl-Fußball: Für Michael Kiefler zählen Präzision, Teamgeist und der Zusammenhalt. Der mehrfache Staatsmeister und Nationalspieler verfolgt seine sportlichen Ziele mit viel Einsatz. Als Teil des #teamströck begleiten wir ihn auf seinem Weg!

Ein Boccia-Spieler in einem Elektrorollstuhl sitzt neben einer Rampe, auf deren Boden rote, blaue und weiße Kugeln liegen.

Steckbrief

Geburtsdatum/-ort: 08.05.1984, Wien

Disziplin: Para Boccia (BC3) und E-Rollstuhl-Fußball (Powerchair Football)

Beruf: Vertragsbediensteter beim Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung

Verein: WAT Integration und Behindertensport (Para Boccia) und ASKÖ-Wien Integration und Behindertensport (E-Rolli Fussball)

Verband: Österreichischer Behindertensportverband (ÖBSV)

Motto: Wir verlieren zusammen, wir gewinnen zusammen – im Boccia, im E-Rolli-Fußball und im Leben.

Lieblingsprodukt von Ströck: Sacherwürfel

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Erfolge

  • 6-facher österreichischer Staatsmeister im Para Boccia (BC3) – sechs Titel in Folge
  • Silbermedaille im BC3-Pairs beim World Boccia Challenger in Poznań, gemeinsam mit Steffi Proßegger
  • Silbermedaille im BC3-Einzel beim World Boccia Challenger Zagreb 2024 – erste österreichische BC3-Medaille bei einem Weltranglistenturnier
  • Mitglied des österreichischen Para-Boccia-Nationalteams (BC3)
  • Spieler und Kapitän des österreichischen E-Rollstuhl-Fußball-Nationalteams
  • Sportler des Jahres mit Behinderung 2025 der Stadt Wien
Ein Mann, der einen am Kopf befestigten Zeiger trägt und in einem Elektrorollstuhl sitzt, benutzt diesen, um einen roten Ball von einer daran angebrachten Rampe abzuschießen.

Para-Boccia (BC3)

  • 6-facher österreichischer Staatsmeister in der Klasse BC3, durchgehend seit 2019 (Unterbrechung nur pandemiebedingt)
  • 8-facher Gewinner des ÖBSV Boccia Cups
  • Gesamtsieger der ÖBSV-Jahreswertung seit 2018, acht Mal in Folge
  • Silbermedaille im BC3-Einzel beim World Boccia Challenger Zagreb 2024 – erste österreichische BC3-Medaille bei einem Weltranglistenturnier
  • Bronzemedaille im BC3-Pairs beim World Boccia Challenger 2024
  • Silbermedaille im BC3-Pairs beim World Boccia Challenger in Poznań, gemeinsam mit Steffi Proßegger
  • 6. Gesamtrang im BC3-Einzel beim World Boccia Challenger in Poznań
  • 4. Platz im BC3-Pairs beim World Boccia Challenger in Pilsen, gemeinsam mit Steffi Proßegger
  • Teilnahme an der Para-Boccia-Europameisterschaft 2025 in Zagreb
  • 2. Platz beim Boccia Cup Innsbruck 2026 – nach zuvor 28 Turniersiegen in Folge in Österreich
  • Nächstes Ziel: Qualifikation für die Europameisterschaft Anfang August in Genk (Belgien)

E-Rolli-Fußball / Powerchair Football

  • Nationalspieler seit 2013 im österreichischen E-Rolli-Fußball-Nationalteam
  • Kapitän des Nationalteams
  • 6. Platz bei der Europameisterschaft (EPFA Nations Cup) 2019 in Finnland
  • Sieger des EPFA 4 Nations Cup 2023 in München – Vier-Länder-Turnier mit Deutschland, Italien, der Schweiz und Österreich
  • Erster österreichischer Liga-Meistertitel 2017
    • mit den Thunder E-agles (ASKÖ Wien)
  • Weitere Liga- und Turniersiege mit den Thunder E-agles

Auszeichnungen & Funktionen

  • Sportler des Jahres mit Behinderung 2025 (Stadt Wien – Para-Boccia)
  • Athletenvertreter für Para-Boccia im Sportlerbeirat des Österreichischen Paralympischen Committees (ÖPC)
  • Referent für E-Rolli-Fußball beim Österreichischen Behindertensportverband (ÖBSV)

Internationales Update: Silber in Poznań und Platz vier in Pilsen

Zwei Turniere, intensive Spiele und wichtige Erfahrungen: Im August und September 2026 trat Michael gemeinsam mit seiner Teampartnerin Steffi Proßegger bei den World Boccia Challengers in Polen und Tschechien an. Besonders im BC3-Paarbewerb zeigten die beiden, dass sie mit starken internationalen Teams mithalten können.

Poznań: Gemeinsam bis ins Finale

Vom 3. bis 11. August 2026 stand der World Boccia Challenger in Poznań auf dem Programm. Michael gewann im Einzel zwei seiner vier Gruppenspiele und erreichte den sechsten Gesamtrang. Steffi spielte ebenfalls ein starkes Turnier: Nach zwei Gruppensiegen und einem 6:0 im Viertelfinale belegte sie am Ende Platz vier.

Im Paarbewerb gelang den beiden eine Steigerung gegenüber ihrer gemeinsamen Bronzemedaille von 2024. Mit Siegen gegen Saudi-Arabien, Polen und Tschechien zogen sie ins Halbfinale ein. Dort setzten sie sich mit 7:2 gegen Kanada durch.

Im Finale warteten Gabriele Zendron und Michela Favini aus Italien. Michael und Steffi mussten sich mit 3:5 geschlagen geben – sicherten sich damit aber Silber für Österreich.

Pilsen: Bis zum letzten Ball um den Finaleinzug gekämpft

Vom 7. bis 15. September 2026 folgte der World Boccia Challenger in Pilsen mit rund 80 Athletinnen und Athleten aus 22 Nationen.

Michael startete im Einzel mit einem Sieg gegen einen Spieler aus den USA. Nach zwei knappen Niederlagen gegen Spieler aus Tschechien und der Türkei wurde er Gruppendritter und beendete das Turnier auf dem zehnten Gesamtrang. Für den Aufstieg war auch das Punkteverhältnis entscheidend.

Eine zusätzliche Herausforderung stellte der Kunststoff- beziehungsweise Gummiboden dar. Anders als auf den gewohnten Holzböden in Österreich reagierten die Bälle teilweise deutlich anders – eine wertvolle Erfahrung für weitere internationale Starts.

Im Paarbewerb gewannen Michael und Steffi mit 7:2 gegen Tschechien. Gegen Indien fiel die Entscheidung erst im Tie-Break zugunsten des gegnerischen Teams. Trotzdem erreichten die beiden als Gruppensieger das Halbfinale.

Gegen Spanien blieb dieses bis zum allerletzten Ball offen. Erst damit erzielte Spanien den entscheidenden Punkt zum 3:2. Nach einer 2:6-Niederlage gegen die Türkei im Spiel um Bronze belegten Michael und Steffi Platz vier.

Dass Indien anschließend das Turnier gewann, bestärkt die beiden: Auch gegen die späteren Sieger hatten sie sich erst im Tie-Break geschlagen geben müssen.

Die Ergebnisse im Überblick

World Boccia Challenger – Ergebnisse 2026
Bewerb Poznań Pilsen
Michael im BC3-Einzel 6. Platz 10. Platz
Michael und Steffi im BC3-Paarbewerb Silber 4. Platz
Steffi im BC3-Einzel 4. Platz Keine Angabe im Update

Die nächsten Ziele: EM 2027 und Paralympics 2028

Internationale Turniere bedeuten für Michael mehr als Platzierungen: Er sammelt Weltranglistenpunkte, lernt unterschiedliche Spielbedingungen kennen und misst sich regelmäßig mit den besten Spielern der Welt.

Sein nächstes großes Ziel ist die Qualifikation für die Europameisterschaft 2027. Langfristig verfolgt er seinen großen Traum: die Teilnahme an den Paralympics 2028 in Los Angeles.

Bereits im Oktober steht mit Olbia auf Sardinien das dritte internationale Turnier des Jahres an. Dort wollen Michael und Steffi ihre Erfahrungen aus Polen und Tschechien nutzen und erneut um gute Platzierungen spielen.

Archiv

Starker Auftritt beim Boccia-Cup in Innsbruck

Beim Boccia-Cup in Innsbruck zeigte Michi an beiden Turniertagen starke Leistungen und sicherte sich am Ende Platz 2. Um bestmöglich vorbereitet ins Turnier zu starten, reiste er bereits einen Tag früher an.

Der Samstag verlief sportlich nahezu makellos: Mit vier Siegen aus vier Spielen und einem Gesamtscore von 42:1 spielte sich Michi souverän ins Finale. Am Sonntag wartete dann mit dem Endspiel die entscheidende Partie des Wochenendes. Nach einer längeren Wartezeit vor dem Finale entwickelte sich ein Spiel unter besonderen Bedingungen, bei dem taktisch vieles stimmte, die Spielsituation jedoch schwer einzuschätzen war.

Im Finale musste Michi volles Risiko gehen. Dabei wurde seine Rinne unglücklich beschädigt und ist derzeit nicht spielfähig. Nach sieben Jahren und 28 Turniersiegen in Folge in Österreich bedeutete das diesmal Platz 2.

Besonders erfreulich war auch die Entwicklung von Alina und Artem, zwei ukrainischen Spielern, die seit rund eineinhalb Monaten mittrainieren: Alina gewann die 2. Liga, Artem verlor von fünf Spielen nur eines.

Das Wochenende in Innsbruck brachte damit nicht nur einen weiteren Podestplatz, sondern auch wichtige Erfahrungen, neue Impulse und zusätzliche Motivation für die kommenden Turniere.

Ein Einblick in die Welt des Para-Spitzensports

Ein Wochenende, das wie ein Kinofilm begann – und wie ein Meisterwerk endete. Staatsmeisterschaft 2025.

Am Samstag in der Früh öffnete sich die Tür zur Halle, und es fühlte sich an, als würde der erste Akt starten.
Gut vorbereitet. Aufgewärmt. Bereit.
Das erste Kapitel: das Pairs-Spiel. Ein Einstieg ohne Zittern – wir gewannen souverän, die Bälle liefen wie am Schnürchen. Alles wirkte stimmig, fast wie ein Drehbuch, das auf unserer Seite stand.

Dann begann die Einzelreise.
Erstes Spiel gegen Nicola. Sie rot, ich blau.
Ihr Start war stark, aber meiner noch stärker – drei sichere Punkte lagen bereits, ich wollte den vierten.
Und dann passierte es: Mein Sprengball entschied, seine eigene Nebenrolle zu spielen.
Falsch abgebogen, falschen Ball getroffen – plötzlich drei Punkte für sie.
So begann das Wochenende: im Rückstand.

Doch ich drehte das Match und gewann – mit den neuen Ideen, Varianten und Taktiken, die ich mir im Sommer vorgenommen hatte.
Ich probierte in jedem Satz etwas anderes aus.
Manches gelang gut, manches weniger – aber insgesamt lief alles in die richtige Richtung.

Gegen Fritz gewonnen.
Gegen Dominik gewonnen.
Der Spannungsbogen wuchs.

Und dann das letzte Spiel des Tages: gegen Christian – frisch von den Para Youth Games in Istanbul.
Ich hatte Rot. Und mein erster Ball wollte überhaupt nicht funktionieren.
Ich kam nicht ins Spiel, rannte die ganze Zeit hinterher – und verlor.

Ein Rückschlag, wie er in jeden guten Sportfilm gehört.
Aber ich freute mich für ihn – denn Boccia ist unberechenbar. Alles ist möglich, jeder Ball kann die Geschichte drehen.
 Vielleicht war es für ihn das Zeichen, dass er auch mit mir international starten kann.  

Der Abend blieb ruhig, doch im Kopf lief der Film weiter.
Am nächsten Tag musste ich gegen Steffi gewinnen – sonst kein Finale.

Tag 2 – Der Showdown beginnt

Früh in der Halle.
Neue Buchstaben, neue Ballwahl, neue Temperatur – und neuer Fokus.

Das erste Spiel gegen Steffi – ein Herzfrequenz-Thriller

Ich startete in dieses entscheidende Spiel mit einem Puls von 76 – ruhig, konzentriert, bereit.
Doch sobald der erste Satz begann, stieg er auf 123.
Im letzten Satz, als ich alles riskieren musste und die Polen-Taktik auspackte, erreichte mein Puls 132.
Nach dem entscheidenden Punkt fiel er schlagartig auf 88 zurück –
wie ein Filmheld, der nach einem Stunt kurz durchatmet, bevor die nächste Szene beginnt.

Das Spiel war eng, spannend, taktisch intensiv.
Am Ende gewann ich – und stand im Finale.

Das Finale – der filmreife Krimi

Wieder Steffi.
Diesmal wählte ich Rot – als bewusste Entscheidung und als Statement.

Auch hier spielte mein Puls seine eigene Hauptrolle:
Ich begann das Finale mit einem Puls von 68 – ruhig wie ein Startbild.
Im Spiel stieg er auf 122, und im letzten Satz, in voller Konzentration, erreichte er den Spitzenwert von 139.
Als sie drei Bälle verfehlte, fiel er auf 94,
und nach dem Spiel schließlich auf 76 – zurück in die Ruhe nach dem Sturm.

Doch der Start war holprig:
Sie ging 1:0 in Führung
und machte im nächsten Satz direkt noch einen Punkt: 2:0 zur Halbzeit.

Ich atmete tief durch und dachte mir:

„Du hast nicht nur in Polen etwas gelernt,
sondern auch bei der Europameisterschaft in Zagreb.
Viele Gespräche, viele Szenen, viele neue Ideen.
Jetzt ist der Moment, Neues auszuprobieren –
damit du international beim nächsten Mal genauso stark bist.“

Ich spielte also eine Mischung aus Polen-Taktik, Zagreb-Erfahrung und Mut zum Risiko.
Es funktionierte:
2 Punkte – Ausgleich, 2:2.

Der letzte Satz begann.
Alles offen.
Absolute Filmspannung.

Steffi spielte lang, verfehlte, der Ball lag nicht gut –
und dann kam mein Moment.

Two athletes in matching red and black uniforms, one standing and one in a wheelchair, both wearing gold medals, pose next to a blue 1 podium. A man stands behind them, smiling. Banners are visible in the background.

Ein Schuss wie aus einem Highlight-Film:
Ich traf ihren Ball, er rollte weg, und mein Ball sprang perfekt vor den weißen.
So perfekt, dass sie den weißen Ball überhaupt nicht mehr sehen konnte.

Sie brauchte vier Schüsse, nur um den weißen Ball wieder sichtbar zu machen.
Und dann, mit ihrem letzten Ball, traf sie erneut nur meinen roten –
ich lag immer noch näher.

Ich hätte noch fünf Bälle übergehabt,
doch Fair Play steht über allem.
Ich nahm den einen Punkt –
und damit den Staatsmeistertitel zum sechsten Mal in Folge.
Ein halbes Dutzend.
Ein Rekord.
Ein Gänsehautmoment.